Schufa Auskünfte oft falsch und überteuert

Verbraucher erhalten von Auskunfteien auf Anfrage oft unverständliche, unzureichende und veraltete Informationen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Onlinebefragung, an der 1531 Verbraucher teilgenommen haben.

Wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen am Montag in Berlin erklärte, zeigt die Umfrage, dass das Recht auf eine kostenlose Selbstauskunft bei den Auskunfteien noch nicht zu der angestrebten Transparenz für den Verbraucher geführt habe. Nach den Ergebnissen der Umfrage fühlten sich rund 60 Prozent der Teilnehmer nicht ausreichend von den Auskunfteien informiert.

Der Grund dafür waren überwiegend die unverständlich gestalteten Antworten. Von 51 Prozent der Umfrageteilnehmer wurden in den übermittelten Datenbeständen entweder veraltete oder auch falsche Informationen entdeckt. Obwohl die Auskünfte laut deutschem Gesetz kostenlos sind, mussten 15 Prozent der Teilnehmer für diese bezahlen.

Verbraucher haben in Deutschland seit dem 1. April 2010 das Recht, einmal im Jahr von den Auskunfteien zu erfahren, welche Daten über die eigene Person gespeichert sind. Dies bezieht sich auch auf die Daten, die der Bonitätsbewertung dienen. Angesicht der Umfrageergebnisse forderte vzbv-Vorstand Gerd Billen den Gesetzgeber dazu auf, verbindliche Standards für die Erläuterungen der Bonitätsbewertung zu definieren.

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